Organisation und Abschlüsse der Profiloberstufe 

Die gymnasiale Oberstufe setzt den Bildungsgang der Sekundarstufe I fort und endet mit dem Abitur. Vorrangiges Ziel der Oberstufe ist demnach die Vorbereitung auf ein Hochschulstudium bzw. einen Beruf mit Abitur. Sie umfasst drei Jahre und gliedert sich in eine Einführungs­phase (E / 11. Jahrgang) und eine Qualifika­tionsphase (Q1 und Q2 / 12. und 13. Jahrgang).
Von der Einführungsphase erfolgt eine Versetzung in die Qualifikationsphase, wenn die Leistungen in nicht mehr als einem Fach schlechter als ausreichend sind und kein Fach mit ungenügend bewertet wurde.
Wenn diese Bedingung nicht erfüllt ist, kann die Klassenkonferenz den Aufstieg beschließen, wenn die Schülerin oder der Schüler eine erfolgreiche Mitarbeit in der Qualifikationsphase erwarten lässt [OAPVO 2010, §2 (7)].
Innerhalb der Qualifikationsphase erfolgt der Aufstieg, sofern erwartet werden kann, dass die Schülerin oder der Schüler die Voraus­setzungen für die Teilnahme an der Abiturprüfung erfüllt [OAPVO 2010, §2 (8)].
Dementspre­chend erfolgen eine regelmäßige Überprüfung der Leistungen und eine entsprechende Bera­tung.
Am Ende der 12. Jahrgangsstufe kann der schulische Teil der Fachhoch­schul­reife (FHR) erworben werden, der nach abgeschlossener Lehre oder mindestens einjährigem Praktikum ein Fach­hoch­schulstudium erlaubt. 

Fächer und verpflichtender Unterricht 

Die Fächer, die in der gymnasialen Oberstufe unterrichtet werden, sind jeweils einem Aufgabenfeld zugeordnet. Dies ist für die Bildung der Profile und die Wahl der Abiturprüfungsfächer von Bedeutung:

sprachlich-literarisch-künstlerisches Aufgabenfeld

  • Deutsch, Fremdsprachen, Kunst, Musik, Darstellendes Spiel 

gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld 

  • Geschichte, Geografie, Wirtschaft/Politik, Religion und Philosophie 

naturwissenschaftliches Aufgabenfeld 

  • Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Informatik 

ohne Zuordnung 

  • Sport 

Man unterscheidet: 

Fächer auf erhöhtem Anforderungsniveau (in der Einführungsphase drei- und in der Qualifikationsphase vierstündig): 

  • Kernfächer: Deutsch, Mathematik, Fremdsprache (Englisch, Französisch/Latein)
  • Profilfächer

Fächer auf grundlegendem Niveau (zwei- bzw. dreistündig): 

  • alle übrigen Fächer

In der Einführungsphase werden alle Schülerinnen und Schüler in den Kernfächern, in einer zweiten Fremdsprache, in allen Fächern des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes, in mindestens zwei Naturwissenschaften, im Fach Sport und in einem der Fächer Kunst, Musik oder Darstellendes Spiel unterrichtet.
Die Regelstundenzahl beträgt 33 Wochenstunden in der Einführungs- und im ersten Jahr der Qualifikationsphase (im letzten Schuljahr beträgt sie 31 Wochenstunden). Durch die Wahl von Sporttheorie oder einer neu beginnenden Fremdsprache kann diese Regelstundenzahl überschritten werden. 

Profile 

Vor dem Eintritt in die Einführungs­phase werden die Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung ihrer Interessen einem Profil aus dem Angebot der Schule zugeordnet; ein Wechsel des Profils ist zu Beginn des 2. Halbjahres möglich.
Ein Profil hat eine gemeinsame thematische Ausrichtung mit einer festgelegten Fächer­­kombination, bei der die Fächer verbindend unterrichtet werden, es besteht aus dem Profilfach und zwei Profil ergänzenden Fächern. 

Auch im Schuljahr 2017/2018 werden wir sprachliche (Profilfach Englisch), naturwissenschaftliche (Profilfach wahlweise Biologie oder Physik) und gesellschaftswissenschaftliche (Profilfach wahlweise Geschichte oder Wirtschaft/Politik) Profile einrichten. Wie sich unsere Profile zusammensetzen und welche Fächer jeweils "Profil ergänzend" sind, können Sie den Stundentafeln im "Download-Bereich" (unter den Terminen auf dieser Seite) entnehmen.

Um den Schülerinnen und Schülern Barmstedts und des Umlandes das Lernen und Erreichen der Allgemeinen Hochschulreife optimal zu ermöglichen, arbeiten die zuständigen Schulen eng zusammen. 
Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule können in die Oberstufe unseres Gymnasiums aufgenommen werden, sofern die Bedingungen der Landesverordnung für Gemeinschaftsschulen [GemVO 2014, §7 (6)] erfüllt sind: Eine Schülerin oder ein Schüler ist in die Oberstufe versetzt, wenn die Leistungen im Abschluss, bezogen auf die Anforderungsebene zum Erwerb des Mittleren Schulabschlusses, in nicht mehr als einem Fach schlechter als befriedigend sind und kein Fach mit mangelhaft oder ungenügend bewertet wurde. 
Die "fehlende" zweite Fremdsprache ist für die Aufnahme in die Oberstufe kein Hinderungsgrund, da wir in der Einführungsphase das Fach Spanisch als neu aufgenommene Fremdsprache anbieten.

Sollten Sie Fragen zur Organisation unserer Oberstufe haben, sich unsere Schule ansehen oder sich für die Oberstufe anmelden möchten, können Sie gern zu einem persönlichen Beratungsgespräch ins Oberstufenbüro (Raum 010) kommen.

 

 

04. September 2017

Mario Bäumer

(Oberstufenleiter)
Tel.: 04123 900215