Studienfahrt der 12c nach Neapel

Nach zwei Stunden im Flugzeug und weiteren drei Stunden Busfahrt erreichten wir am Montagnachmittag endlich unser Hotel „La Ripetta“ in Piano de Sorrento. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits gelernt, dass in Italien Straßenschilder und Verkehrsregeln absolut keine Bedeutung haben und man enge Serpentinen lieber nicht mit dem Bus befahren sollte. 

Die Resonanz zum Hotel fiel dann etwas gemischt aus, wobei die Schüler in den Zimmern mit Meerblick sich doch weitaus positiver äußerten als der Rest.

Am Dienstag fuhren wir dann mit der Bahn direkt nach Neapel. Von einer anderen deutschen Gruppe hatten wir gehört, dass sie nicht nach Neapel fahren würden, da Menschen dort direkt von der Straße abgegriffen und verkauft würden.

Was Menschenraub und Diebstahl betraf waren wir also auf das Schlimmste gefasst. Womit wir nicht gerechnet hatten, war, dass das ausgesuchte Museum wegen Umbauten geschlossen hatte. Somit hatten wir ein bisschen mehr Zeit, um uns die Altstadt anzusehen. Ein wenig enttäuscht waren wir allerdings schon, da viele Gebäude vernachlässigt wirkten. Zudem versanken die Straßen förmlich im Müll. Allerdings hatten wir hier die Gelegenheit, Bilder für unsere Features zu machen, die wir nach der Studienfahrt vorgestellt haben. Besonders die Gruppen zum Thema „Müll“, „historischer Stadtrundgang“ und „Mafia“ versuchten sich zu informieren.

Am Mittwoch standen dann der Besuch in Pompeji und auf dem Vesuv an. Pompeji war beeindruckend, obwohl der Tourguide nur gebrochen Deutsch sprach. Er führte uns durch eine längst vergessene Zeit, die in vielen Hinsichten fortschrittlicher war, als viele von uns gedachte hätten. So gab es 79 n. Chr., als die Stadt verschüttet wurde, schon Abwassersysteme, Thermalbäder, kulturelle Angebote und Reflektoren, die in die Straße eingebaut waren, damit man dieser auch in der Nacht folgen konnte.

Die Wärme, über die wir uns anfänglich noch so gefreut hatten, machte uns dann beim Besteigen des Vesuvs ein wenig zu schaffen. Doch der Ausblick hinunter auf die Stadt, die im Schoße des Vulkans liegt, umgeben vom Meer, entschädigte für alles.

Der Vesuv ist inaktiv, doch die Neapolitaner sagen: „Es ist nicht die Frage, ob er ausbricht, sondern wann.“

Am Donnerstag ging es dann nach Pozzuoli, wo wir zunächst zusammen Pizza gegessen haben und anschließend den Vulkankrater Solfatare von einem alten Mann mit Megafon gezeigt bekamen. Hinterher gab es kein Kleidungsstück mehr, das nicht nach Schwefel roch, der überall aus winzigen Öffnungen austrat.

Die gesamte Woche lang hatten wir uns für einen Strandtag eingesetzt. Am Freitag berücksichtigten Herr Lembke und Herr Höppner diesen Wunsch und es ging zum Strand. Das Wetter spielte mit und der Tag war der perfekte Abschluss für eine gelungene Studienfahrt. Am späten Nachmittag hatten die Jungs sich dann noch ein Fußballfeld gemietet und danach schauten fast alle das Eröffnungsspiel der EM. Das Abendbrot legten wir in die Spielpause und danach wurde weiter geschaut.

Um drei Uhr morgens holte uns dann der Bus ab, um uns nach Rom zum Flughafen zu bringen. So ging eine ereignisreiche, wie immer viel zu kurze Woche ihrem Ende zu.

Für die schönen Tage bedanken wir uns bei Herrn Lembke und Herrn Höppner.

Annalena Hellmig